Ziel des Zwei-Wochen-Workshops ist es, das Inszenieren und Spielen von Komödie zu trainieren. Nach zwei Tagen Theorie, an denen Grundwissen und -techniken der Komödie vermittelt werden, inszeniert jeder Regisseur eine vorgegebene Zweier-Szene vor der Gruppe mit den Schauspielern, an der dann nach Bedarf gemeinsam mit Prodromos gearbeitet wird.

Komödie ist Tragödie plus Zeit.

Was heißt das überhaupt: Komödie spielen und inszenieren? Gibt es eine unbewusste Limitierung, eine neurotische DIN-Norm für “lustig sein”, der wir folgen? Wie schafft man es, sich selber zu reflektieren und sich dann spontan bloß zu stellen, um den Zuschauer zum Lachen zu bringen? Wie schafft man es, “Komödie” zu kreieren, ohne dass dem Zuschauer signalisiert wird, dass es gleich mordslustig wird? Wie nehme ich – als Regisseur, als Schauspieler – meine Komödie ernst? Es geht darum, Wahrnehmung zu lernen, diese zu benennen und daraus eine Anweisung zu formulieren.

Die Idee zu diesem Seminar kam der Regisseurin Pola Beck nach dem 5-Wochen-Seminar im Juni 2014, in dem sichtbar wurde, wie wenig Basiswissen über das Fach Komödie da ist, und wie schwer es Regisseuren und Schauspielern fällt, humorvolle Szenen nicht im Drama enden zu lassen.