Acting for Actors, Directors and Writers

 

 Ziel: Schauspieler, Regisseure und Autoren können hier intensiv auf Basis der Berliner Studio Technik ihr Instrument überprüfen, generalüberholen und Ihre Arbeit mit neuen Werkzeugen ergänzen.
Was machen wir in an diesen zwei Wochenenden? Nach einer praktischen Einführung in die Berliner Studio Technik finden sich Spielpaarungen, die dann an einer vorgegebenen oder eigenen Szene (bitte vorher zuschicken) arbeiten können.
 
Wir analysieren die Szene nach Need, Obstacle, Action (siehe Beispiel im folgenden Absatz), Beats und Erzählziel. Nach ersten Versuchen, mit dem/der SpielpartnerIn die Handlung der Szene durchzuziehen, formulieren wir gemeinsam die Ergebnisse der Probe und definieren das Rollen- und Arbeitsziel, um im Laufe des Workshops kontinuierlich weiter an den Szenen zu arbeiten.
 
Konflikte stehen im Zentrum einer jeden dramatischen Geschichte, jeder Szene. Ohne Konflikt gibt es keine Geschichte. Die Spannung zwischen Need und Obstacle lassen den Konflikt einer Geschichte entstehen.

Es ist z.B. Romeos Bedürfnis (Need) mit Julia zusammen zu sein. Das ist der Motor, der ihn antreibt. Sein Hindernis (Obstacle) besteht darin, dass ihre beiden Familien bis aufs Blut verfeindet sind. Die daraus resultierende Handlung (Action) ist das, was Romeo tut, um sein Hindernis zu überwinden und sein Bedürfnis zu befriedigen.
 

Wir trainieren unsere Wahrnehmung – die Selbstwahrnehmung, die Wahrnehmung unserer Partner und die Wahrnehmung unserer Umwelt. Wie schaffen wir es beispielsweise, Kontakt mit dem Partner aufzubauen und zu halten – und zu erkennen, wann der Kontakt tatsächlich da ist und wann nicht? Konzentration, Sensorik und Imaginationsfähigkeit werden ebenfalls trainiert. Außerdem arbeiten wir in Übungen daran, emotional durchlässig zu werden, um so unserem Körper, unserem Instrument, die Fähigkeit zu geben, komplex und immer wieder neu und überraschend auf einen Reiz zu reagieren.

Durch dieses Training schaffen wir es als SchauspielerInnen, in den ausgewählten Szenen aus dem Moment heraus authentisch zu (re)agieren, den Partner zu nutzen und das Ziel der Rolle zu verfolgen – und das wiederholbar, ohne dabei äußerlich das Gleiche machen zu müssen.